Spiele, wie gehe ich damit um?

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Spielen mach Spaß! Online im Internet oder über Apps kann schier unbegrenzt gespielt werden. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Was gibt es denn da so? Es gibt Strategiespiele, Action- und Adventure-Spiele, Simulatoren, Jump’n’Run, Rollenspiele im Einzelspielermodus bis hin zu Online-Spielen mit hoher Spielzerzahl (Massively Multiplayer Online Role-Playing Games, MMORPG). Neben dem Spaß eines Spiels beinhalten viele Spiele auch Gefahren für Kinder. Spiele mit gewalttätigen, pornographischen oder rassistischen Inhalten sind weit verbreitet. Neben den inhaltlichen Gefahren erzeugen viele Spiele auch einen Suchtfaktor. Hier werden beispielsweise die Spieler immer wieder aufgefordert, beispielsweise Weiterentwicklungen im Spiel vorzunehmen, um stets mit dem Spiel verbunden zu sein. Spiele-Apps auf Smartphones geben u. a. Töne ab oder ein Hinweis erscheint auf dem Starbildschirm.

Wie gehe ich als Elternteil richtig mit dem Thema Spielen um?
Bewahren Sie den Überblick, was ihr Kind spielt und wie viel Zeit es am Tag oder in der Woche mit Spielen verbringt. Prüfen Sie stets, ob die Spiele für das Alter ihres Kindes angemessen sind.
Informationen über Spiele erhalten Sie zum Beispiel hier: www.spielbar.de und www.usk.de (Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle). Hier gibt es genaue Informationen, für welches Alter die einzelnen Spiele geeignet sind.

Schutzraum-Tipp:

  • Informieren Sie sich über die Spiele, die Ihr Kind spielen will
  • Spielen Sie das ein oder andere Spiel mal selbst oder schauen Sie Ihrem Kind mal beim Spielen über die Schulter
  • Verabreden Sie Regeln z. B. zur Spieleart und zeitlichen Nutzung
  • Stellen Sie die notwendigen Sicherheitseinstellungen ein, dass keine persönlichen Informationen von Ihnen oder des Kindes weitergegeben werden oder In-App-Käufe durchgeführt werden können
  • Viele Spiele enthalten Gewalt- oder Horrorszenen, achten Sie auf die Altersfreigabe des Spiels
  • Schauen Sie genau hin, es gibt Anzeichen, wenn ihr Kind einer Spielsucht verfallen ist:
    • Ist ihr Kind häufig allein und verliert es die Lust, sich mit Freunden zu treffen?
    • Hat ihr Kind kein Interesse mehr an anderen Hobbys oder gemeinsamen Aktivitäten?
    • Fällt die Leistung in der Schule ab?
    • Wird der Körper vernachlässigt und reagiert das Kind aggressiv, unruhig oder depressiv, wenn es nicht am Computer spielen darf?

Spielarten

Wie oben schon erwähnt, es gibt unterschiedliche Arten von Spielen. Ein paar sehr beliebte Arten werden hier erklärt:

Action- und Adventure
Adventure-Spiele sind interaktiv und die Spieler treffen auf andere Figuren und müssen Aufgaben lösen und Gegenstände sammeln. Hauptsächlich geht es darum, knifflige Rätsel zu lösen. Bei einigen Spielen nimmt der Action-Anteil zu, der dann auch meist eine bestimmte Altersbeschränkung mit sich bringt.

Jump&Run
Ziel ist es Punkte und Trophäen in einem Spiel zu sammeln. Der Spieler spielt eine oder mehrere Figuren, die durch eine virtuelle Welt laufen und springen. Als Spieler ist Geschicklichkeit und Reaktionsschnelligkeit gefragt. Meist gibt es Punktelisten (Highscores) in denen sich die einzelnen Spieler untereinander messen können.

Management
Bei Managementspielen steht die Managementfähigkeit des Spielers im Vordergrund. Hierbei geht es darum, ein Unternehmen, eine Fußballmannschaft, einen Bauernhof o. ä. bestmöglich zu führen.

Rollen
Der Spieler identifiziert sich in dem Spiel mit genau einer Figur oder einem Charakter. Er bewegt sich durch eine Fantasiewelt und entwickelt sich in seinen Fähigkeiten immer weiter. Viele diese Spiele besitzen auch kämpferische Aspekte. Hier ist auch auf die USK-Angabe (Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle) zu achten.

(Ego-)Shooter
Bei Shootern geht es darum, mit unterschiedlichen Waffen auf gegnerisch Figuren zu schießen. Die Perspektive des Spiels ist so aufgebaut, dass der Spieler in der unteren Mitte des Bildschirms eine Waffe sieht. Diese Perspektive suggeriert, dass der Spieler sich direkt im Spiel befindet. Bei diesen Spielen sind die USK-Angaben sehr wichtig, da die virtuelle Welt, wie auch die Personen in dieser Welt, grafisch der realen Welt kaum nachstehen.

Simulatoren und (Sport-)Simulationen
Bei Simulatoren geht es meist um Schnelligkeit und Geschicklichkeit, beispielsweise ein Auto oder ein Flugzeug am Computer oder dem Smartphone zu steuern. Bei Sportsimulationen geht es in der Regel um Sportmannschaften (z. B. Fußball, Eishockey), die gegeneinander antreten und durch den oder die Spieler gesteuert werden.

Die Initiative SCHAU-HIN! bietet viele Informationen zum Thema Spielen. Dort gibt es auch Informationen über Beratungsstellen, die ihnen zur Verfügung stehen.

 

Quelle: (c) SCHAU HIN! www.schau-hin.info