Häufige Elternfragen

1. Was ist das Recht auf informationelle Selbstbestimmung?
Das „Recht auf informationelle Selbstbestimmung“ schützt persönliche Daten wie Name, Adresse oder Telefonnummer vor unerlaubter Nutzung. Es regelt, dass grundsätzlich NIEMAND persönliche Daten ohne Einwilligung der betroffenen Person speichern, weitergeben bzw. veröffentlichen darf.Eltern müssen für die Erhebung oder Veröffentlichung von Informationen ihrer Kinder vorher gefragt werden (Ausnahmen existieren für staatliche Einrichtungen wie zum Beispiel die Polizei).

 2. Darf mein Kind einfach so von anderen Kindern oder Erwachsenen fotografiert werden?
Bei Fotos und Filmen gilt das „Recht am eigenen Bild“. Ohne Einwilligung der zu fotografierenden Person darf kein Foto gemacht werden.

Beispiel: Ein Kind wird auf dem Schulhof geärgert und von anderen Kindern dabei fotografiert. Ohne Einwilligung des Kindes (oder der Eltern) darf KEIN Foto gemacht werden. Hier sollte schnell gehandelt werden. Wenn das Kind sich selbst nicht traut ein Verbot auszusprechen, sollte Kontakt zu der Klassenlehrerin aufgenommen werden.

Auch die Verbreitung eines Fotos muss genehmigt werden. Auch hier gibt es Ausnahmen, beispielsweise, wenn eine Person den Kölner Dom fotografiert und das Kind steht zufällig daneben. Bei Kindern unter 12 Jahren entscheiden ausschließlich die Eltern über eine Veröffentlichung eines Fotos. Bei Kindern ab 12 Jahren ist es Ermessenssache. Hier spielt die Entscheidungsfähigkeit des Kindes eine bedeutende Rolle.

3. Wie schütze ich mein Kind und mich vor unerwünschten Werbeabos bei bestimmten Apps auf meinem Handy?
Viele Anbieter, vor allem von kostenlosen Apps auf Smartphones finanzieren sich durch Werbung. Ab und zu tauchen dann Werbebanner meist am unteren Bildschirmrand auf. Bei vielen, meist unseriösen Anbietern, reicht ein ungewollter Fingertipp auf das Banner und schon hat man ein Abonnement oder Ähnliches abgeschlossen. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern in vielen Fällen auch teuer.

WAS MUSS ICH TUN?
Es ist eigentlich ganz einfach! Ich kann bei den meisten Mobilfunkanbietern anrufen und direkt am Telefon – ohne lästigen Schreibkram – eine DRITTANBIETERSPERRE einrichten lassen. Dadurch wird eine bestimmte Bezahlfunktion (WAP-Billing) für den Mobilfunkvertrag deaktiviert. Laut Gesetz sind die Mobilfunkanbieter dazu verpflichtet bei Meldung des Verbrauchers diese Sperre einzurichten.